THS

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Seinen Anfang nahm der THS vor 30 Jahren, als im Rahmen einer Leistungsprüfung im Schutzhundsport der erste Wettkampf im Turnierhundsport statt fand, damals noch unter dem Titel  „1. Freizeitturnier für Hunde aller Grössen“ Heute enthält ein Turnier die Disziplinen 2000m und 5000m Geländelauf, den Vierkampf, den Hindernislauf und die

Mannschaftswettkämpfe Combination-Speed-Cup und Shorty, sowie den Qualifications-Speed-Cup.

Der Unterschied zum Agility ist der, das der Halter ebenso fit sein muss, wie der Hund, da man den Parcours zusammen mit seinem  Hund läuft. Da im THS vieles von der Kondition und Sprintschnelligkeit des Zweibeiners abhängt wird beimGeländelauf und Vierkampf in unterschiedlichen Altersklassen gestartet. Die Altersklassen beziehen sich auf das Alter des Menschen und nicht auf die des Hundes. Damit also diese Sportart für Leute jeden Alters attraktiv ist, werden die Altersklassen wie folgt aufgeteilt:

Altersklasse ( AK)

  • 10= bis 10 Jahre
  • 11= 11–14 Jahre
  • 15= 15–18 Jahre
  • 19= 19-29 Jahre
  • 30= 30- 40 Jahre
  • 41= 41-50 Jahre
  • 51= 51-60 Jahre
  • 61= ab 61 Jahre

Jede Altersklasse wird zusätzlich noch in männlich (m) und weiblich (w) unterteilt. Auch hier ist Grundvorraussetztung die

Begleithundeprüfung, damit man an Turnieren teilnehmen kann. Diesen Sport sollte man aber erst ausüben, wenn der Hund ein Jahr  alt ist, da doch sehr viel gesprungen wird und da es je nach Größe des Hundes nicht gut für die Gelenke ist.

Beim THS gibt es unterschiedliche Sparten.

2000m /5000m Geländelauf

Ein Turniertag beginnt am frühen Morgen mit den Formalitäten wie Anmelden und  Kontrolle der Tollwutimpfung. Hat man seine Startnummer ergattert und ist der offizielle Wertungsrichter eingetroffen, geht es üblicherweise gegen 8.00Uhr zum Start der Geländeläufe Hier muss Frauchen oder Herrchen zusammen mit dem Vierbeiner eine 2000m oder 5000 m lange Strecke joggen. Idealerweise verläuft die Strecke über Wald- oder Feldwege. Der Hund ist beim Laufen angeleint, wobei die Leine entweder in der Hand gehalten werden kann oder  an einem Bauchgurt befestigt wird. Die einzelnen Mensch / Hund Teams starten hintereinander und gehen mit ca. einer Minute Abstand auf die Strecke. Je nach dem wie ambitioniert der einzelne Hundesportler ist kann diese Disziplin als gemütliche Joggingrunde am frühen Morgen oder als Sprint angegangen werden. Im Allgemeinen schenken sich die einzelnen Hund / Mensch Teams jedoch keine Sekunde. Der Wertungsrichter stoppt die für die Stecke benötigte Zeit, die nach einem festgelegten System  in Punkte umgerechnet wird.

Sieger in dieser Disziplin ist das Hund / Mensch Team das die festgelegte Stecke am schnellsten zurückgelegt hat.

Vierkampf 1 und 2 (die Königsdiziplin)

Der Vierkampf besteht aus Unterordnung, Hürdenlauf, Slalomlauf und der Hindernissbahn

Vierkampf 1

Unterordnung:

Mit der Unterordnung wird der Gehorsam des Hundes Überprüft. Der Hundeführer befindet sich alleine mit seinem Hund und dem Prüfer auf dem Platz, der Hund hat eine Schrittfolge ähnlich wie bei der BH einzuhalten, erst mit und dann ohne Leine. Dann folgen noch Sitz in Verbindung mit weggehen und wieder herankommen und Platz aus der Bewegung. wobei aus dem Platz dann noch abgerufen wird. Erreicht werden können in dieser Übung max. 60 Punkte.

Hürdenlauf:

Hier sind Schnelligkeit und Koordination gefragt, denn eine 50m lange Strecke muss gesprintet werden, wobei der Hund zusätzlich 3 Hürden von 40 cm überspringen muss. Die Schwierigkeit bei dieser Disziplin ist, dass Hund und Hundesportler auf gleicher Höhe laufen sollen! Vorprellen sowie Nachhängen des Hundes oder des Hundeführers oder Abwerfen einer Stange gilt als Fehler und wird in Form von Strafsekunden auf die Laufzeit addiert. Es werden 2 Durchgänge durchgeführt und die beiden Zeiten zusammengezählt. Die benötigte Laufzeit wird dann wieder nach einem festgelegten System in Punkte umgerechnet. Wer sich im Hürdenlauf noch nicht so sicher fühlt kann auch mit dem angeleinten Hund diese Übung durchführen. Zwar wird der Hund dann nicht vorprellen, jedoch diejenigen die die Hürden mit dem freilaufenden Hund ablaufen erhalten wertvolle Bonus Punkte.

Slalomlauf:

Hier sind 7 Tore in einem Zick- Zack – Kurs aufgebaut. Wir Zweibeiner müssen nun trotz hohem Lauftempos den Hund sicher durch den 75m langen Slalomkurs lenken. Um Strafpunkte zu vermeiden dürfen weder Hund noch Hundeführer keines der Tore auslassen. Diese Übung erfordert einen Hund, der möglichst dicht „bei Fuss“ zusammen mit einem Menschen durch die Tore läuft. Auch hier werden 2 Durchgänge  ausgeführt, die benötigten Zeiten werden addiert und wieder in Punkte umgerechnet. Durchläuft man den Kurs mit dem freilaufenden Hund kann man auch hier wichtige Bonuspunkte erringen.

Hindernisslauf:

Auf einer 75m langen Strecke sind 8 Hindernisse aufgebaut, die vom Hund überwunden werden müssen, während der Mensch parallel zur Hindernisbahn mitlauft. Die Abfolge und Art der einzelnen  Hindernisse ist im Gegensatz zum Agility immer gleich und es kann nur der Streckenverlauf (gerade Strecke oder mit einem „Knick“) variiert werden.Wie man sich denken kann macht diese Hindernisbahn den Hunden besonders viel Spass und man muss sich schon ein wenig anstrengen wenn man das Tempo der Hunde mithalten will. Schließlich gilt immer die Laufzeit desjenigen der zuletzt durchs Ziel läuft, egal ob Mensch oder Hund! Lässt der Hund ein Hindernis aus oder fällt eine Stange, werden diese „Fehler“ als  Strafsekunden zur Laufzeit hinzugerechnet. Auch hier werden 2 Durchgänge gelaufen deren Zeiten addiert und in Punkte umgerechnet werden.

Vierkampf 2:

Unterordnung:

VK2 ist die Leine in allen Disziplinen tabu. Außerdem wird in der Unterordnung auch das Kommando “Steh” gefordert.

Hürdenlauf:

Hier gibt es einen 40m langen Hinweg, auf dem 3 Hürden aufgebaut sind und nach dem Umrunden einer Wendestange geht es auf den ebenfalls 40m langen Rückweg der 3 weitere Hürden enthält. Anders als beim VK1 muss der Mensch ebenfalls über die Hürden springen. Zum Ausgleich gibt es hier nur einen Durchgang. Auch hier wird die Laufzeit in Punkte umgerechnet und für das Endergebnis gesammelt.

Slalomlauf und Hindernisslauf:

Hier gibt es keinen Unterschied zum VK1

Gewinner ist…

Am Ende des Vierkampfes werden die in den 4 Übungen errungenen Punkte zusammen gezählt und das Team mit der höchsten Punktzahl in seiner Altersklasse ist Sieger.

Hindernisslauf:

Dieser Hindernislauf wird im Gegensatz zum Hindernislauf des Vierkampfs in 2 Gruppen ausgetragen:

1. Gruppe – Hunde bis einschließlich 50 cm Schulterhöhe

2. Gruppe – Hunde über 50 cm Schulterhöhe

Es finden die Hindernisse 1-8 des Vierkampfs Verwendung. Die Hindernisse 1 und 8 werden für die Teilnehmer der 2. Gruppe auf 60 cm und das Hindernis 7 auf 50 cm erhöht. Es finden wie beim Vierkampf zwei Durchgänge statt. Die Zeiten der beiden Durchgänge werden zusammen addiert. Bei ausgelassenen Hindernisse werden Fehlerpunkte addiert. Wer die höchste Punktzahl hat, ist der Sieger.

CSC (Combination Speed Cup):

Der CSC ist ein Kombinationslauf für Mannschaft- und Einzelwertung und setzt sich aus den Elementen des Slaloms, des Hürdenlaufes und des Hindernislaufes zusammen. Der Parcours wird durch zwei weitere Geräte, den Frankfurter Kreisel und die Mühlacker Harfe erweitert. Eine Mannschaft besteht aus drei Teilnehmer, die je eine Teilstrecke (Sektion mit Start und Ziel) des CSC laufen. Die Läufer starten der Reihe nach, sobald ein Teilnehmer mit seinem Hund die Ziellinie überquert hat. Die Wertung erfolgt aus der Gesamtzeit der Teilstreckenläufe. Der Hund kann mit oder ohne Leine geführt werden. Bei überregionalen Veranstaltungen (ab Kreisgruppenebene aufwärts) wird der Hund bei allen Sektionen in der Freifolge geführt.

Shorty:

Shorty ist der Super-Sprint mit dem Hund. Er hat sich einen Platz in der neuen Turnierordnung des dhv erobert, die am 1. Januar 2002 in Kraft trat. Der Shorty ist eine Kurzbahn-CSC und wird gebildet aus den bekannten Elementen und

Gerätekonfigurationen des CSC. Der Shorty ist ein Mannschaftswettkampf für Zweier-Teams, der auch auf begrenzten Sportflächen (z.B. in kleineren Hallen) in 2 Sektionen ausgetragen werden kann. Die Geräteanordnung und der Shortyablauf sind aus nachfolgendem Plan für den Standardaufbau, der bindend ist, ersichtlich. Der Aufbau ist völlig unkompliziert und wenig zeitaufwändig.Die Kreuzung von Sektion 1 und 2 bildet beim Standard-Shorty der Tunnel in der

Sektion 1, über den die Schrägwand in der Sektion 2 führt. Abweichungen vom Standardaufbau sind in der Ausschreibung anzugeben, da nur für den Standardaufbau bei maximal zwei Durchgängen Punkte zur Sportpasseintragung berechtigen.

QSC: (Qualifikations-Speed-Cup)

Beim QSC werden zwei identische Parcours nebeneinander aufgebaut. Diese Parcours beginnen mit einem Tisch, von welchem aus der Hund starten muss. Zudem besteht der QSC noch aus acht weiteren Geräten und Wendestangen. Es laufen also zwei

Teams bestehend aus Hund und Hundeführer nebeneinander den gleichen Parcours. Sieger dieses Laufes ist derjenige, dessen Hund sich als erstes wieder auf dem Tisch befindet und welcher den Lauf fehlerfrei bewältigt hat. So dürfen alle Teilnehmer

einmal starten und am Ende werden dann die besten 16 ausgesucht und diese dürfen ins Viertelfinale. Das ganze läuft dann nach dem K.O. System ab, bis zum Finale, in welchem der endgültige Sieger dieses Wettbewerbs ermittelt wird. Der QSC

Wettbewerb wird in vier Runden (16 Teilnehmer) gelaufen. Alternativ können auch drei Runden (8 Teilnehmer) gelaufen werden.

Eure Trainer:

Turnierhundesport
Assistent Turnierhundesport

Neugierig geworden? Dann schaut doch mal rein. THS Training ist immer Samstags von 15:30- 17:00.

In der Winterpause NICHT auf dem Platz!!!!!

Ab 07.11.2015 von 15-17h in der Halle